Die GoPro war eigentlich ein unnötiger Kauf – oder doch nicht?

GoPro kaufen – eine Entscheidung die ich bereut habe. Kurz.

Ich habe meine GoPro Hero 11 Black in Vietnam gekauft. Ein Jahr lebte ich dort, und irgendwann hat mich der Gedanke gepackt: Du bist in Südostasien, du erlebst Dinge die du festhalten solltest, kauf dir eine Action-Cam. Also habe ich sie gekauft.

Und dann? Kaum genutzt. Irgendwann habe ich sie meinem Sohn gegeben. Er hat sie auch kaum genutzt. Irgendwann hat er sie mir zurückgegeben. Sie lag in einer Schublade.

Das klingt nach einer Geschichte über einen unnötigen Kauf. Und eine Weile dachte ich das auch. Inzwischen sehe ich das anders. Mittlerweile habe ich nicht nur die Kamera sondern auch das passende Zubehör welches für mich Sinn ergibt.

Warum ich die GoPro damals kaum genutzt habe

GoPro Hero 11 Black liegt ungenutzt in einer Schublade mit Zubehör und KabelnDas ist eine Frage die ich mir selbst gestellt habe. Die Kamera war gut, das war sie immer. Die Hero 11 Black war zum Zeitpunkt des Kaufs eines der besten Actioncam-Modelle auf dem Markt. Das Problem war nicht die Kamera. Das Problem war ich.

Ich hatte kein klares Konzept was ich damit machen wollte. Urlaubsvideos drehen? Reicht das Handy. Abenteuer dokumentieren? Welche Abenteuer genau? Ich war in Vietnam, ja – aber ich war nicht der Typ der jeden Tag auf einem Motorrad durch den Dschungel brettert. Ich habe gearbeitet, nicht Abenteuer gesammelt.

Eine GoPro kaufen ohne zu wissen wofür – das ist der klassische Fehler. Nicht die Kamera ist das Problem, sondern die fehlende Antwort auf die Frage: Was will ich damit eigentlich festhalten?

Warum sich das jetzt ändert

GoPro Hero 11 Black im Einsatz auf einer Straße in Südostasien während der RegenzeitIch möchte nach Kambodscha auswandern. Dauerhaft. Und ich plane einen YouTube-Kanal auf dem ich diesen Neustart dokumentiere – ehrlich, ungeschönt, so wie es wirklich ist. Und plötzlich macht die GoPro Sinn.

Nicht weil Kambodscha aufregender ist als Vietnam. Sondern weil ich jetzt weiß was ich damit machen will. Der Kanal wird kommen, die Inhalte sind geplant, der Einsatzzweck ist klar. Die GoPro liegt nicht mehr in der Schublade – sie liegt auf dem Tisch und wartet darauf genutzt zu werden. In der Zwischenzeit beschäftige ich mich natürlich mit ihr damit die richtige Handhabung von Beginn an sitzt.

Das ist der Unterschied. Nicht die Kamera. Das Konzept dahinter.

GoPro Hero 11 Black – was sie kann und was ich davon nutze

Die GoPro Hero 11 Black ist technisch immer noch eine starke Kamera, auch heute noch.

Was sie mitbringt: 5,3K Video, 27 Megapixel Fotos, der HyperSmooth 5.0 Stabilisator der wirklich funktioniert, wasserdicht bis 10 Meter ohne Gehäuse, und ein neues größeres Sensorformat das mehr vom Bild einfängt.

Was ich davon konkret nutzen werde: den Stabilisator, die Wasserdichtigkeit für die Regenzeit in Kambodscha, und die Kompaktheit. Eine GoPro passt in jede Tasche, geht mit in den Regen, überlebt Staub und Hitze. Das ist in Südostasien kein Nice-to-have, das ist praktisch.

Was ich vermutlich nicht brauche: 5,3K. Für YouTube reicht 4K problemlos, und selbst 1080p ist für viele Zuschauer vollkommen ausreichend. Die höchste Auflösung ist ein Spec auf dem Datenblatt, kein Argument im Alltag.

Hero 11 vs. Hero 13 Black – lohnt sich ein Upgrade?

Infografik Vergleich zwischen GoPro Hero 11 Black und GoPro Hero 13 Black mit Funktionen und FazitDie aktuelle GoPro ist die Hero 13 Black. Was hat sich im Vergleich zur 11 geändert?

Das größte Upgrade ist das neue Wechselobjektiv-System. Die Hero 13 Black ist kompatibel mit Lens Mods – Ultraweit, Makro, Anamorphic. Das ist für Filmemacher interessant, für jemanden der seinen Alltag dokumentiert aber eher irrelevant.

Dazu kommt ein verbesserter Enduro-Akku mit 1.900 mAh, was spürbar längere Laufzeiten bedeutet. Das ist im Alltag tatsächlich relevant, gerade in der Hitze wo Akkus schneller entladen.

Das neue Magnethalterungssystem macht den schnellen Wechsel zwischen Halterungen einfacher. Praktisch, keine Frage – aber kein Kaufgrund allein.

Bildqualitativ ist der Unterschied zwischen Hero 11 und Hero 13 vorhanden aber nicht dramatisch. Beide filmen in 5,3K, beide haben HyperSmooth Stabilisierung, beide sind ohne Gehäuse wasserdicht.

Mein Fazit: Wer eine funktionierende Hero 11 hat, braucht nicht upgraden. Die Bildqualität rechtfertigt den Aufpreis nicht wenn man kein professioneller Filmmaker ist. Wer neu kauft, greift zur 13 – aber wer wie ich schon eine 11 hat, spart das Geld lieber für Kambodscha. Man kann sich natürlich auch bei eBay nach einer gebrauchten GoPro Hero 11 umsehen und so noch mehr Geld sparen.

Was ich mir zusätzlich besorgt habe

GoPro Hero 11 Black mit Zubehör, Akkus, SD-Karten und Reise-Setup für SüdostasienEine GoPro allein ist nur die halbe Miete. Was ich mir noch besorgt habe und was ich wirklich empfehlen kann:

Einen Ersatzakku – immer. Bei Hitze und längeren Drehtagen ist ein zweiter Akku kein Luxus sondern Pflicht.

Eine Speicherkarte die schnell genug ist – 5,3K Video braucht schnelle Schreibgeschwindigkeit. V30 mindestens, besser V60. Günstige Karten führen zu Aufnahmeabbrüchen, das ist kein Spaß wenn man etwas Wichtiges filmt.

Ein kleines Stativ oder Handgriff – für ruhigere Aufnahmen und Selfie-Perspektiven. Der HyperSmooth-Stabilisator ist gut, aber ein stabiles Stativ ist besser.

Ein Teil meines Technik-Setups finanziert sich übrigens direkt über den Verkauf alter Sammlungen und Technik. Wie das bei mir läuft, habe ich hier beschrieben: Warum ich alles verkaufe.

War die GoPro also ein unnötiger Kauf?

Damals fast. Heute nein.

Das klingt widersprüchlich, ist es aber nicht. Die Kamera war immer gut. Ich war damals nur noch nicht bereit sie wirklich einzusetzen. Kein Plan, kein Konzept, kein klares Ziel.

Das hat sich geändert. Der YouTube-Kanal kommt, der Umzug nach Kambodscha kommt, und die GoPro kommt mit. Aus der Schublade in den Rucksack – das ist eine kurze Reise die sich lange hingezogen hat.

Manchmal kauft man Dinge bevor man weiß wozu. Manchmal stimmt der Zeitpunkt einfach noch nicht. Und manchmal holt man sie irgendwann wieder raus und merkt: Die war eigentlich gar keine schlechte Idee.

Die erwähnten Produkte:

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