Barfrauen in Asien – Alkohol, Beziehungen und das Geld ist weg

Vorab: Dieser Text ist bewusst anders

Barfrauen in Asien: Dieser Artikel ist kein typischer Beitrag hier auf dem Blog. Kein ruhiger Ton, kein sauberes Formulieren, kein „schön verpackt“. Das ist Absicht.
Weil das Thema auch nicht sauber ist.
Wenn du dich wunderst, warum das hier direkter, rauer und teilweise unbequem geschrieben ist – genau so soll es sein.
Denn alles andere würde die Realität beschönigen.

Nicht alle – aber die Gefahr ist real

Eins ist mir wichtig: Du kannst und solltest nicht alle Barfrauen in Asien über einen Kamm scheren. In diesem Beitrag geht es explizit um Orte wie Pattaya, bestimmten Gegenden in Bangkok oder ähnlichen Hotspots in Asien.
Es gibt ganz normale, ehrliche Beziehungen. Es gibt Frauen in Asien, die arbeiten, die ihr Leben im Griff haben.  Ich möchte nicht das ich hier Mißverstanden werde. Das Ganze ist auch kein reines Thailand-Thema.
Das funktioniert ähnlich in den Philippinen, in Kambodscha, in Teilen von Vietnam – überall da, wo Tourismus, Geldgefälle und dieses Nachtleben zusammenkommen.
Wenn du das weißt, kannst du damit umgehen. Wenn du es ignorierst, wirst du früher oder später bezahlen.

Karikatur einer jungen Frau im Reisfeld mit krankem Büffel und einem älteren Mann, der Geld anbietet

„My buffalo is sick“ ist kein Witz

Jeder, der länger in Thailand oder generell in Südostasien unterwegs ist, hat diesen Satz schon von Barfrauen in Asien gehört. „My buffalo is sick.“
Viele lachen am Anfang darüber. Ich auch. Klingt ja erstmal wie ein dummer Spruch.
Ist es aber nicht. Das ist der Moment, wo es anfängt.
Und wer sich mit Barfrauen in Asien beschäftigt, wird genau solche Geschichten früher oder später selbst hören.

Männer und Frauen lachen gemeinsam in einer Bar in Südostasien und stoßen mit Bier anEs geht nicht um den Büffel – es geht um dich

Die Story ist immer ähnlich.
Erst ist alles locker. Du gehst abends raus, setzt dich in eine Bar, trinkst ein paar Bier. Da sitzen Frauen, die lächeln dich an, reden mit dir, sind interessiert.
Und plötzlich hast du jemanden, der sich wirklich für dich interessiert. Zumindest fühlt es sich so an.
Sie schreibt dir. Sie fragt, wie dein Tag war. Sie will dich sehen.
Und genau da passiert der erste Fehler: Du denkst, das ist etwas Besonderes.
Ist es nicht. Du bist gerade einfach nur Kunde.

Das ist kein Einzelfall – das ist ein Muster

Viele kommen mit einer ganz bestimmten Vorstellung hier an. Sonne, Freiheit, günstiges Leben, nette Frauen. Und am Anfang fühlt sich das auch genau so an.
Das Problem ist nur: Diese Phase hält nicht lange.
Was danach kommt, habe ich in einem anderen Beitrag schon deutlich beschrieben. Wenn du glaubst, das hier ist alles nur Pech oder Zufall, dann lies dir das mal durch: Alleine auswandern – Realität vs. Vorstellung.
Dann merkst du relativ schnell, dass sich viele Geschichten einfach wiederholen.

Alkohol + Einsamkeit = ganz schlechte Kombination

Mann läuft nachts alleine durch eine Straße in Südostasien mit Neonlichtern und nassem AsphaltDas Ding ist: Die meisten Männer sitzen da nicht zufällig.
Viele Auswanderer sind alleine und haben keine richtige Alltagsstruktur. Viele haben in Deutschland keinen Bock mehr auf irgendwas. Oder fühlen sich dort nicht mehr gesehen.
Dann sitzt du da, trinkst dein Chang, und plötzlich sitzt da jemand neben dir, der dich anlächelt, dich anfasst, dir zuhört.
Das macht was mit dir. Ob du willst oder nicht.
Nach dem dritten, vierten Bier denkst du nicht mehr klar.
Du bist offen. Du bist weich. Du bist bereit zu glauben.
Und genau das ist der Punkt, an dem das Spiel funktioniert.

Die Klassiker – immer die gleichen Geschichten

Und dann kommen sie. Immer gleich, immer ähnlich, nur leicht anders verpackt.

    • „My buffalo is sick“
    • „My mother in hospital“
    • „No money for rent“
    • „Need help for family“
    • „Motorbike broken“

Du denkst vielleicht: Ja komm, sind doch nur 50 Euro.
Dann nochmal 100. Dann nochmal 200. Und plötzlich bist du bei Beträgen, bei denen du selbst nicht mehr genau weißt, was da eigentlich passiert ist.

Mann zählt Geld in einer Bar in Südostasien während eine Frau daneben sitzt und zuschaut

Du weißt eigentlich, dass es nicht sauber ist

Das ist das Lustige – und gleichzeitig Traurige: Die meisten wissen es.
Nicht komplett, aber irgendwo im Hinterkopf ist dieses Gefühl: „Irgendwas stimmt hier nicht.“
Aber du blendest es aus. Weil es sich gut anfühlt. Weil du endlich wieder Aufmerksamkeit bekommst. Weil du jemanden hast, der dich anruft, der dir schreibt, der dich sehen will.
Und ganz ehrlich: Viele nehmen das bewusst in Kauf.

Die Beziehung, die keine ist

Und irgendwann sagst du dir:
„Das ist jetzt aber anders.“ „Die ist nicht wie die anderen.“ „Die meint es ernst.“

Das sagen sie alle.

Und genau da wird es gefährlich.
Weil du anfängst zu investieren. Nicht nur Geld – sondern Gefühl.
Du denkst über Zukunft nach. Über Zusammenziehen. Manche denken sogar über Heirat nach. Und während du denkst, du baust dir etwas auf, läuft im Hintergrund einfach ihr Geschäftsmodell weiter.

„Du kannst die Frau aus der Bar holen – aber nicht die Bar aus der Frau“

Den Spruch hört man oft. Und viele winken ihn ab, weil sie glauben, bei ihnen ist es anders.
„Die ist nicht so.“ „Die macht das nur, weil sie muss.“ „Bei mir ist das anders.“ „Ich hole sie da raus.“ Ganz ehrlich: Genau das denken sie alle.

Es mag vereinzelt funktionieren doch meistens tut es das nicht. Sicher kommen viele der Barfrauen in Asien aus ländlichen und armen Gegenden des Landes und viele haben gar keine andere Wahl als in der Bar zu arbeiten. Das mag alles stimmen. Die Priorität dieser Frauen ist aber Geld zu verdienen und die Unterstützung ihrer Familien zu sichern. Und je länger Sie in diesem Job sind umso schwieriger wird es sie da rauszuholen. Und fallt nicht auf den Spruch rein: “ Ich mache das erst 3 Monate.“ oder „Ich bin ganz neu hier.“ Das sind Klassiker bei den Barfrauen in Asien.

Das Problem ist nicht, dass jemand mal in einer Bar gearbeitet hat. Das Problem ist das Umfeld, die Gewohnheiten und das, was über Jahre normal geworden ist.
Wenn du dich länger mit Barfrauen in Asien beschäftigst, merkst du schnell, dass diese Muster nicht einfach verschwinden. Vielleicht nicht immer sichtbar – aber sie sind da.
Und wenn du das ignorierst, zahlst du am Ende dafür.

Frau sitzt mit einem Mann an einem Tisch in einer Bar in Südostasien, während mehrere Männer im Hintergrund sie beobachtenDu bist oft nicht der Einzige

Was viele komplett ausblenden: Du bist selten der einzige.
Es gibt oft mehrere „Freunde“. Mehrere Männer, die regelmäßig helfen. Mehrere, die glauben, sie wären etwas Besonderes.
Einer zahlt die Miete. Einer schickt Geld für die Familie. Einer bezahlt das Handy. Einer ist „der Emotionale“, mit dem viel geschrieben wird.
Und alle denken, sie sind der eine.

Das läuft nicht immer gleichzeitig offen sichtbar. Das ist organisiert. Das ist eingespielt.
Und genau deshalb merken es viele erst sehr spät. Wenn überhaupt. Und wenn sie es merken, ist meist schon genug Geld geflossen, dass es richtig weh tut.

Bars sind kein Problem – deine Einstellung ist es

Nochmal: Bars sind nicht das Problem. Frauen sind nicht das Problem.
Das Problem ist, wenn du glaubst, dass das dort wie in Deutschland läuft. Tut es nicht.
Das ist ein anderes System. Andere Regeln. Und wenn du die nicht verstehst, wirst du zahlen.
Ganz einfach.

Ich habe genug Beispiele gesehen

Ich habe Typen gesehen, die in ein paar Monaten fünfstellige Beträge verloren haben.
Ich habe Leute gesehen, die alles bezahlt haben – Wohnung, Familie, Roller, alles.
Und dann? Auf einmal Funkstille. Oder Streit. Oder Drama. Oder sie hat plötzlich einen neuen.
Und du sitzt da und fragst dich, wie du so dumm sein konntest.

Heirat – der nächste Schritt ins Problem

Und wenn du denkst, schlimmer geht’s nicht, dann kommt das Thema Heirat.
Dann bist du nicht mehr nur „Farang“, der ein bisschen Geld gibt.
Dann bist du plötzlich Verantwortung.
Für sie. Für die Familie. Für Dinge, die du vorher nicht mal kanntest.
Und glaub mir: Da wird es richtig teuer, wenn du nicht aufpasst.

Das Problem bist nicht nur du – aber du bist Teil davon

Ich sag’s ganz klar:
Es liegt nicht nur an „den Frauen“.
Es liegt auch an uns.
An Männern, die glauben, sie könnten sich da etwas „aufbauen“, ohne zu verstehen, wie das Ganze funktioniert.
An Leuten, die einsam sind, trinken, und dann Entscheidungen treffen, die sie nüchtern nie treffen würden.
Und genau deshalb passiert das immer wieder.

Das hier ist nur ein Teil vom Problem

Das Ganze mit den Barfrauen in Asien ist nur ein Baustein. Ein ziemlich häufiger – aber eben nicht der einzige.
Viele verlieren dort nicht nur Geld, sondern auch komplett die Kontrolle über ihren Alltag. Struktur geht verloren, Entscheidungen werden schlechter, und irgendwann läuft das Leben einfach in eine Richtung, die man so nie geplant hatte.
Warum das so oft passiert und warum viele genau daran scheitern, habe ich hier schon einmal ausführlicher beschrieben: Warum viele Auswanderer scheitern.
Und wenn man ehrlich ist, hängt das alles viel enger zusammen, als man am Anfang denkt.

Entweder du bist ehrlich zu dir – oder es wird teuer

Du musst nicht alles meiden.
Du kannst rausgehen, trinken, Leute kennenlernen.
Aber du musst wissen, was da passiert.
Wenn du dir einredest, das ist alles echt, alles ehrlich, alles anders – dann wirst du früher oder später zahlen. Und meistens nicht nur mit Geld.

Infografik zeigt Zusammenhang zwischen Gefühlen und Geld im Nachtleben in Asien vor einem Bar-Hintergrund

Wenn man das einmal verstanden hat, sieht man vieles klarer. Es geht nicht um den einen Moment oder die eine Person. Es ist ein System, das immer gleich funktioniert – nur die Gesichter wechseln.

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