GoPro Zubehör – mehr als nur nettes Beiwerk
Eine GoPro allein ist gut. Eine GoPro mit dem richtigen Zubehör ist ein kompaktes Produktionssystem das sich sehen lassen kann.
Ich habe mir für meinen geplanten YouTube-Kanal ein Setup zusammengestellt das ich wirklich nutzen werde – kein Kaufen um des Kaufens willen, sondern jedes Teil mit einem klaren Einsatzzweck. Was ich mir geholt habe, warum ich es mir geholt habe, und ob es das Geld wert ist – darum geht es in diesem Beitrag.
Wer den Artikel über meine GoPro Hero 11 Black noch nicht gelesen hat: Dort erkläre ich die Geschichte hinter der Kamera selbst. Hier geht es um das GoPro Zubehör welches drumherum kommt.
GoPro 3 Way 2.0 – Stativ, Selfie-Stick und Handgriff in einem
Das GoPro 3 Way 2.0 ist eines der sinnvollsten GoPro Zubehör Teile die es für eine GoPro gibt. Nicht weil es besonders spektakulär ist, sondern weil es drei Probleme auf einmal löst.
Als Handgriff gibt es der Kamera Stabilität beim Filmen aus der Hand. Als Selfie-Stick verlängert es die Reichweite für Vlog-Aufnahmen auf Abstand. Als Stativ stellt es die Kamera frei auf einem Untergrund ab.
Für jemanden der alleine filmt – und das werde ich in Kambodscha meistens sein – ist das 3 Way 2.0 praktisch unverzichtbar. Ohne Stativ keine statischen Einstellungen, ohne Selfie-Stick keine vernünftigen Vlog-Shots. Drei Produkte in einem, kompakt genug um in jeden Rucksack zu passen.
Der einzige Nachteil: Es ist kein vollwertiges Stativ für längere Standaufnahmen auf unebenem Untergrund. Wer das braucht, braucht zusätzlich ein richtiges Stativ. Für den Alltag und unterwegs reicht das 3 Way 2.0 aber absolut.
Originales Ladegerät mit zwei zusätzlichen Akkus
Ich habe mir das originale GoPro Dual Charger Kit mit zwei zusätzlichen Originalakkus geholt – und ich würde das jedem empfehlen der seine GoPro ernsthaft nutzen will.
Der Grund ist simpel: Ein Akku reicht nicht. In der Hitze Südostasiens entladen sich Akkus schneller. Bei längeren Drehtagen ist ein einzelner Akku nach ein bis zwei Stunden leer. Und wenn man gerade dabei ist etwas Interessantes zu filmen ist ein leerer Akku das Letzte was man braucht.
Das Doppelladegerät lädt zwei Akkus gleichzeitig über USB-C. Man schläft, die Akkus laden – und morgens hat man drei volle Akkus bereit. Das ist kein Luxus, das ist Planung.
Warum Original und kein Drittanbieter? Weil Drittanbieter-Akkus bei GoPros oft Probleme machen – Warnmeldungen, schlechtere Laufzeiten, in manchen Fällen Überhitzung. Originalakkus kosten mehr, funktionieren aber zuverlässig. Bei Kameras die in der Hitze und Feuchtigkeit Südostasiens im Einsatz sind, ist Zuverlässigkeit keine Kleinigkeit.
Speicherkarte – der unterschätzte Flaschenhals
Eine GoPro Hero 11 Black filmt in 5,3K. Das klingt beeindruckend – und stellt gleichzeitig hohe Anforderungen an die Speicherkarte. Wer hier spart, ärgert sich später.
Das Problem mit zu langsamen Karten ist nicht dass sie gar nicht funktionieren. Sie funktionieren – bis die GoPro mitten in einer Aufnahme abbricht weil die Schreibgeschwindigkeit nicht mitkommt.
Ich nutze die SanDisk Extreme Pro 256 GB – V30, schnelle Schreibgeschwindigkeit, keine Aussetzer. Erste Wahl für 5,3K und 4K. Eine zweite liegt als Backup dabei, denn Speicher ist günstig, verpasste Aufnahmen sind es nicht.
Media Mod – die GoPro wird zum Vlogging-Setup
Das GoPro Media Mod ist ein Rahmengehäuse das sich um die Hero 9 bis 13 legt und sie mit einem 3,5mm Mikrofoneingang, einem HDMI-Ausgang und zwei Cold-Shoe-Halterungen ausstattet.
Für YouTube und Vlogging ist das Media Mod kein optionales Extra – es ist notwendig. Denn ohne Media Mod gibt es keinen Anschluss für ein externes Mikrofon. Das eingebaute GoPro-Mikrofon ist für Actionaufnahmen in Ordnung, für gesprochene Inhalte direkt in die Kamera aber zu wenig. Wind, Umgebungslärm, Distanz – alles klingt damit durchschnittlich bis schlecht.
Mit dem Media Mod und einem externen Mikrofon klingt die GoPro plötzlich wie eine echte Vlogging-Kamera. Das ist der Unterschied zwischen einem YouTube-Video das man gerne schaut und einem das man nach zehn Sekunden weglegt weil der Ton nervt.
Ein wichtiger Hinweis: Das Media Mod macht die GoPro nicht mehr wasserdicht. Wer in Regen oder in der Nähe von Wasser filmt muss das Media Mod abnehmen oder das Mikrofon vorher abklemmen. In der Praxis kein großes Problem, aber man sollte es wissen.
DJI Mic 3 – professioneller Ton für die GoPro
Das DJI Mic 3 ist ein drahtloses Lavaliermikrofon-System das ich für den YouTube-Kanal angeschafft habe. Und ich sage direkt dazu: Das ist das teuerste Teil in meinem Setup – aber auch das das den größten Unterschied macht.
Guter Ton ist bei YouTube wichtiger als gutes Bild. Das klingt kontraintuitiv, ist aber so. Schlechter Ton treibt Zuschauer weg, auch wenn das Bild gut ist. Gutes Bild mit schlechtem Ton: abbrechen. Durchschnittliches Bild mit gutem Ton: bleiben.
Das DJI Mic 3 überträgt drahtlos mit bis zu 400 Metern Reichweite, zeichnet in 48 kHz / 24 Bit auf, hat 32-Bit-Float-Recording was praktisch bedeutet dass Übersteuerungen kaum möglich sind, und speichert intern bis zu 14 Stunden auf dem Sender falls die Funkverbindung abbricht. Akkulaufzeit: bis zu 8 Stunden am Sender.
Jetzt zum wichtigen Punkt für GoPro-Nutzer: Das DJI Mic 3 ist nicht nativ mit der GoPro Hero 11 kompatibel. Es gibt keine direkte digitale Verbindung zwischen den beiden. Die Lösung ist der 3,5mm TRS Eingang am Media Mod – also zuerst Media Mod anstecken, dann DJI Mic 3 Empfänger über Klinkenkabel verbinden. Das funktioniert gut, man braucht aber beide Teile zusammen.
Wer das weiß bevor er kauft, ist nicht überrascht. Wer das erst nach dem Kauf herausfindet, ärgert sich.
Lekufee Koffer L201 – alles sicher transportiert
Der Lekufee L201 Hartschalenkoffer ist meine Lösung für den Transport des gesamten GoPro Zubehör. Kamera, Akkus, Media Mod, 3 Way 2.0, Mikrofon, Kabel – alles kommt in diesen Koffer.
Warum ein Koffer und keine Tasche? Weil ich nach Kambodscha auswandere und das Equipment im Gepäck transportiert wird. Stoß, Druck, Feuchtigkeit – ein Hartschalenkoffer mit anpassbarem Schaumstoffeinlage schützt das Equipment besser als jede Softbag.
Der Lekufee L201 ist kein Pelican-Case für Expeditionen. Er ist ein vernünftiger Mittelweg aus Schutz, Gewicht und Preis. Die Schaumstoffeinsätze lassen sich selbst zuschneiden sodass jedes Teil seinen festen Platz hat. Wasserdicht im Sinne von spritzwassergeschützt, nicht tauchbar – aber das reicht für Reise und Alltag absolut.
Und das Gute an der Sache: Er passt auch noch locker in den Rucksack.
Das komplette GoPro Zubehör auf einen Blick
Wer das alles zusammenrechnet landet bei einem Setup das sich für YouTube-Vlogging wirklich sehen lassen kann – ohne in die Profi-Kamera-Klasse zu wechseln.
GoPro Hero 11 Black als Basis, Media Mod für Ton und Erweiterbarkeit, DJI Mic 3 für sauberen drahtlosen Ton, 3 Way 2.0 für flexible Aufnahmen alleine, drei Originalakkus damit der Akku nie das Problem ist, und der Lekufee Koffer damit alles heil ankommt.
Kompakt, robust, reisefähig. Genau das GoPro Zubehör welches ich brauche.
Und für die Sparfüchse unter Euch lohnt sich mit Sicherheit ein Blick bei eBay GoPro Zubehör.
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